Ich mache keine Fortschritte – wenn Joggen frustriert oder zur Qual wird

Jeder hat irgendwann mal mit dem Joggen angefangen und kann davon berichten. Anfangs ging alles super, fast täglich Fortschritte und mir ging es nach jedem Lauf einfach toll. Dazu gibt es zwei Dinge anzumerken: Erstens, natürlich macht man immer und in jeder Sportart am Anfang die meisten und größten Fortschritte, also natürlich auch beim Joggen. Bessere Kondition, mehr Kraft und das allgemeine Fitnessgefühl – alles stellt sich nahezu gleichzeitig ein. Zweitens, das Gutfühlen nach dem Sport hängt hauptsächlich mit der erhöhten Ausschüttung von Endorphinen zusammen, die einem ein Glücks- und Wohlbefinden vermitteln. Das hat viel mit der Anstrengung zu tun, die aber abnimmt, je besser die Kondition wird und je weniger einen das Laufen anstrengt.

Was die sogenannten Flauten oder Phasen, in denen man bisweilen sogar denkt, man wird eher schlechter als besser, angeht: Die sind völlig normal und jeder Sportler kennt sie. Mit der Zeit ist es sinnvoll, mit anderen Joggern oder Sportsfreunden zu reden, wie sie mit solchen Situationen umgegangen sind. Es ist nicht unbedingt richtig, gleich nach neuen Trainingsmethoden zu suchen oder sich noch mehr zu belasten. Ob es Kraftsport oder Konditionssport ist, jeder Körper braucht seine Aufbau- und Ruhephasen. Es kann also durchaus auch sinnvoll sein, mal auf seinen Körper zu hören und ihm Zeit und Ruhe zu geben, wenn er sie braucht. Der Körper sendet diese Signale aus, nur nehmen wir sie oft nicht wahr.

Was dabei hilft, sich kontinuierlich zu verbessern, ist, den eigenen Körper zu beobachten, wie er auf bestimmte Veränderungen im Training reagiert. Auch den eigenen Laufstil sollte man regelmäßig analysieren. Wobei macht man mehr oder weniger Fortschritte? Jeder Körper reagiert auf Anstrengungen und Belastungen anders. Eine sportliche Verbesserung ist im Grunde eine Schutzfunktion des Körpers gegen Überlastung. Auch das sollte man nie außer Acht lassen. Nun ja, und die Psyche, die spielt natürlich auch immer eine große Rolle, denn nur wer sich recht viel zutraut, wird am Ende auch sehr viel schaffen.